Die KPM Berlin, Stefan Marx und Peter von Biron feiern gemeinsam Design-Geschichte

    Im Jahr 1790 belebte die KPM Berlin die Version Peter von Birons, des Herzogs von Kurland, zu einem edlen Tafelservice. Heute, 230 Jahre später, wird das ikonische Design zu neuem Leben erweckt. Der international gefeierte Zeichner und KPM-Freund Stefan Marx tritt mit dem einstigen Kurfürsten in den KPM+ Dialog. Das Ergebnis: Ein KPM To-go Becher, dekoriert mit dem – vom historischen Gemälde-Original inspirierten – Konterfei Peter von Birons und den passenden Glückwünschen. Mehr zur Idee und Motiventwicklung verrät Stefan Marx in einem interessanten Interview...

    Wie bist du auf das Motiv für den KPM To-go Becher gekommen und was ist die Idee hinter dem Motiv?

    Die Kurland Geschichte finde ich genauso spannend wie die gesamte KPM Geschichte. Ich habe mich gefragt, wer damals vor 230 Jahren den Auftrag für ein neues Porzellan-Service in die Entwicklung gab. Als ich das Portrait Gemälde von Peter von Biron sah, fand ich die Vorstellung toll zum diesjährigen KURLAND-Jubiläum eine Sundaayyyssss Peter von Biron Portrait-Variante und dazu die passenden Kurland Elemente zu zeichnen.

    Stand zuerst das Motiv fest und dann das Produkt auf dem es umgesetzt werden sollte oder hast du das Motiv speziell für den KPM To-go Becher entwickelt?

    Das Motiv habe ich speziell für den KPM To-go Becher entwickelt. Alles musste also genau stimmen: Die Anzahl der typischen Kurland-Gehänge und die Perlenaufreihung. Ebenso ist der Becher eine Hommage an den bekannten New Yorker To-Go Becher „The Greek Anthora“.

    Warum hat Peter von Biron ein Hundegesicht?

    Peter von Biron hat diesmal die Gestalt des Sundaayyy Dogs angenommen. Diesen findet man auch auf anderen handgemalten Teilen von mir und der KPM Berlin.

    Wie kann man sich grundsätzlich den Prozess einer Motiventwicklung bei dir vorstellen?

    Es ist ein Ausprobieren, ein Dialog mit dem Porzellan und ein Versuch meine Idee der Zeichnung in der perfekten Größe schließlich auf die Porzellanoberfläche zu übertragen. Dazu fertige ich viele Zeichnungen auf Papier an, die ich dann erst einmal unikatär auf das Porzellan übertrage.

    Alle deine Motive für die KPM Berlin sind schwarz-weiß – hat das einen Grund? 

    Ich arbeite hauptsächlich schwarz-weiß, denn eine schwarze Linie in der Zeichnung kann viel ausdrücken  manchmal braucht es da gar keine Farbe.

    Wir durften dir bereits beim Zeichnen über die Schulter gucken und sind begeistert, wie sicher du mit einer Feder auf Porzellan zeichnest. Ist es dir von Anfang an leicht gefallen?

    Der Anfang war schwer und ich lerne jeden Tag in der Meistermalerei der KPM Berlin dazu. Meine lieben Kolleginnen im TOM 1 (dem Malerei-Atelier, in dem Stefans Arbeitsplatz ist – die Malereibüros heißen bei der KPM Berlin „Teamorientiertes Malen“) sind aber ganz geduldig mit mir. Ich bin begeistert, wie ich mittlerweile meinen Strich auf dem Porzellan zeichne. Ich mache zwar viele Fehler, die man aber glücklicherweise gut korrigieren kann.

    To-go Becher Stefan Marx

    Was unterscheidet das Zeichnen auf Porzellan vom Zeichnen auf Papier oder anderen Oberflächen?

    Der größte Unterschied ist die Farbe und das Werkzeug, dazu kommt, dass die meisten Porzellan-Stücke keine flache Oberfläche haben, sondern meist in irgendeiner Weise gewölbt sind oder Rundungen haben. Ein weiterer Unterschied ist, dass die Oberfläche verschlossen ist und die Farbe nicht aufgesaugt wird, sondern auf der Glasur liegt. Das ist sehr besonders.

    Worin besteht für dich der Reiz beim Malen auf Porzellan?

    Der größte Reiz ist wohl die Individualität jedes bemalten Teils, denn jedes Teil ist ein echtes Unikat.

    Welches Stück der KPM Berlin würdest du zukünftig gern mal bemalen?

    Ich würde in Zukunft gern eine KPM Figur bemalen.

    Der To-go Becher gehört zur KPM-Kollektion KURLAND. Welche Kollektion ist dein Favorit für die tägliche Tasse Kaffee?

    Meinen täglichen Kaffee trinke ich nun aus dem KPM To-go Becher!

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