Willkommen in der Wunderkammer

    Seit genau zehn Jahren erzählt das Blogazine HERZ&BLUT inspirierende Geschichten rund um die Themen Design, Lifestyle und Reise. Auch KPM Stücke setzen die Macher regelmäßig in Szene. Warum ihre Leidenschaft dem Schönen gilt, wie sie arbeiten und was man von ihrem Styling lernen kann, zeigen Jules Villbrandt, Maria-Silva Villbrandt und Wilkin Schröder bei einem Besuch in ihrem Berliner Studio Maison Palmé. Ein Beitrag aus der vierten Ausgabe unseres WEISS Kundenmagazins.

    Im Berliner Bezirk Wedding befindet sich das Kreativstudio Maison Palmé. Auf rund 80 Quadratmetern entstehen hier im zweiten Stock eines Industrieensembles aus den zwanziger Jahren wunderschöne Bildwelten. Vorrangig werden sie für das eigene Blogazine HERZ&BLUT (www.herzundblut.com) kreiert und fotografisch festgehalten. Als #interiorgoals dienen diese Inszenierungen auf dem dazugehörigen Instagram-Account, oder auch als Ideenpool und laden den Betrachter dazu ein, die eigenen vier Wände einem Styling-Update zu unterziehen.

    Stilsicheres Trio: Jules Villbrandt (ganz rechts) gründete HERZ&BLUT 2010. Vor drei Jahren holte sie ihre Schwester Maria-Silva Villbrandt und ihren Studienfreund Wilkin Schröder mit ins Boot. Was alle eint? Der Sinn für schöne Dinge.

    Das Studio Maison Palmé ist eine Art moderne Wunderkammer: Über die Jahre sind neben vielen Designstücken auch zahlreiche Vintage-Objekte eingezogen, die das Stylen ganz unterschiedlicher Wohnsituationen möglich machen. Ein Wohnzimmerdetail im Pariser Chic, oder soll es skandinavisch Hygge sein? Das Maison Palmé beherrscht fast alle Spielarten, und manche Produktion mutet wie ein Kulissenbau à la Babelsberg an. Die ständige Veränderung des Hauptraums sorgt immer wieder für neue Looks, die abwechslungsreiche Atmosphäre wirkt inspirierend auf die Arbeit. Ein einheitliches Gesamtbild des Studios gibt es somit nicht – vielmehr strahlen die Räume etwas Rätselhaftes aus und laden dazu ein, Ecken und Winkel en détail zu entdecken. Ein Credo, das übrigens auch für das jeweilige Zuhause der drei Kreativen gilt.

    TIPP Neue Einsatzmöglichkeit: Bücherstapel als Podest, Becher als Vase.

    Das Auge soll wandern, Eindrücke sammeln und im besten Fall sogar Ideen festhalten. Nachmachen erwünscht. Nur nicht, wenn es um Designobjekte geht. Fakes und leicht veränderte Replika sind in der Arbeit des Trios ein absolutes No-Go: „Gutes Design ist einzigartig, und die originäre Gestaltung charakterisiert den Entwurf. Jede Veränderung von außen verwässert die eigentliche Intention. Das sieht und spürt man auch sofort in der Interior-Gestaltung.“

    Blickfang auf der Fensterbank: Neben großen Zimmerpflanzen thront der strahlend weiße Kakadu und verströmt zu jeder Jahreszeit Tropenfeeling.

    Natürlich finden auch Vintage-Klassiker ihren wohlverdienten Platz und sind ein festes Element in den Ensembles und Collagen von HERZ&BLUT. Dabei ist in den Kombinationen alles erlaubt, und Stilregeln dürfen beherzt über Bord geworfen werden. So entstehen spielerisch „Objektnachbarschaften“ wie die eines alten Schnapsglases und des KPM Porzellantigers, die die Badezimmerablage zum echten Hingucker werden lassen.

    Beinahe unverzichtbar sind für die drei Kreativen frische Blumen. Ob vom Wochenmarkt oder aus dem eigenen Garten: Im Studio finden sich die unterschiedlichsten Arrangements
    wieder. Diese Liebe zu den kleinen Feinheiten spiegelt sich auch in den Projekten für die KPM. Vasen, Geschirr, Kaffeebecher – es ist der typische HERZ&BLUT-Twist, der die jeweiligen Produkte in einen unverwechselbaren Fokus nimmt und für die Wunderkammer im Wedding eine perfekte Bereicherung ist.

    TIPP So eindrucksvoll wie einfach: Nur eine Sorte Blumen (hier Malven) in der Vase arrangieren – davon aber viele.

    Text, Styling und Bilder:
    HERZ&BLUT

    Diese Beiträge könnten Sie auch noch interessieren