Spurensuche – Die Berliner Gedenktafel: David Bowie

    Kleine Erinnerungsorte. Dezent schmiegen sich die filigranen Porzellantafeln an Häuserwände und Fassaden. Schon über 500 dieser Orte gibt es in ganz Berlin. Und es werden immer mehr. Seit 1985 erinnern die in der KPM Berlin gefertigten Gedenktafeln an herausragende Persönlichkeiten und an besondere Institutionen. Sie erzählen Geschichten und halten Geschichte lebendig. In den kommenden Monaten wollen wir Ihnen einige davon zeigen – heute beginnen wir mit der Hauptstraße 155 in Schöneberg.

    Denn dort lebte von 1976 bis 1978 einer der größten Musiker der Popgeschichte: David Bowie. “Major Tom” oder “Thin White Duke”, androgyner Alien in Strickbody und Kimono, Ziggy Stardust mit Make-Up und toupierten Haaren: Bowie war eine stilprägende Kunstfigur, ein begnadeter Musiker, ein wandlungsfähiger Schauspieler, ein grandioser Texter, kurz: ein in jeder Hinsicht herausragender Künstler. 

    Als der damals 29-jährige Musiker nach Berlin zog, wussten vom Schöneberger Quartier vermutlich nur die eingefleischten Fans – seit 2016 weiß es aber die ganze Welt. Hunderte Blumen, Kerzen und Abschiedsgeschenke erinnern jährlich am Todestag, dem 10. Januar, an sein Leben und sein Wirken – das in den Jahren in der deutschen Hauptstadt nicht unproduktiv blieb. So sind die drei Alben “Low”, “Heroes” und “Lodger” als “Berliner Trilogie” in die Popgeschichte eingegangen. Und das restliche Jahr über gibt die weiße Tafel Zeugnis davon.

    RCA Records
    RCA Records
    RCA Records

    Achten Sie bei Ihrem nächsten Berlin-Besuch auf die filigranen Gedenktafeln. Das preisgekrönte Design von Wieland Schütz ist bis heute unverändert. Ob Richard Strauss, Inge Meysel, Dietrich Bonhoeffer, Hildegard Knef oder Harald Juhnke: die Liste der Geschichten, die durch die Porzellantafeln erzählt werden wollen, ist lang. Haben Sie auch schon welche entdeckt?

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