Diese Kräuter begleiten Sie durch den Winter

    Es ist gegen alles ein Kraut gewachsen. Wie sehr dieser Spruch stimmt, macht sich vor allem in der Winterzeit bemerkbar. Dann nämlich können Kamille, Salbei & Co. die ersten Anzeichen der fast unumgänglichen Erkältung lindern. Wie genau verraten wir Ihnen in unserem Kräuter-Spezial, in dem es auch um kulinarische Genüsse gehen wird – und darum, wie Sie Ihren eigenen Kräutergarten am besten überwintern.

    Die Kraft der Natur 

    Früher oder später erwischt der Schnupfen jeden von uns. Und die Heilkraft der Natur leistet da Erstaunliches, das den Gang zum Arzt das eine oder andere Mal überflüssig macht. Kamille ist nicht nur ein super Entzündungshemmer (auch bei Zahnschmerzen), sondern hat sich besonders bei Nasennebenhöhlenentzündungen bewährt. Dann einfach den Dampf von Kamillentee einatmen, den Sie am besten direkt in einer großen Schale zubereiten. Die Atemwege werden so ganz sanft befreit, ohne die ohnehin schon beanspruchte Nase noch zusätzlich zu reizen. 

    Wenn sich dann noch Husten samt Halsbeschwerden dazugesellen, sind Salbei und Thymian die Kräuter der Wahl. Auch Salbei hat eine entzündungshemmende Wirkung und desinfiziert Hals und Rachen, wenn er als Tee getrunken wird. Thymiantee dagegen wirkt krampflösend und verschafft schnelle Linderung bei Reiz- und Keuchhusten. Aber auch äußerlich können Kräuter bei der Genesung helfen. Stellen Sie ein kleines Fläschchen Pfefferminzöl auf Ihren Nachtschrank, daran zu riechen beruhigt die Nasenschleimhaut und Sie können wieder richtig durchatmen. Ein paar Tropfen Lavendelöl auf Ihrem Kopfkissen hilft Ihnen schließlich dabei, tief und fest zu schlafen – und ein besseres Mittel gegen die Erkältung gibt es ohnehin nicht. 

    Mörser & Stößel, LAB, No. 2.4
    Salz- und Pfefferstreuer- Set, LAB

    Kräuter in der Winterküche

    Natürlich sind Kräuter nicht nur heilende Helfer – sondern auch äußerst schmackhaft. Während wir es im Sommer leicht und mediterran lieben, dominieren im Winter kräftige Gerichte den saisonalen Speiseplan: Wurzelgemüse, Grünkohl, Sauerkraut. Mit dem Wechsel der Nahrungsmittel ändern sich auch die dazu passenden Kräuter, so dass wir es in der kalten Jahreszeit vor allem mit Thymian, Kümmel, Lorbeer, Beifuß, Liebstöckel oder Petersilie zu tun haben. 

    Eine tolle Möglichkeit, die würzenden Pflanzen in Ihre Küche zu integrieren, ist selbstgemachtes Kräutersalz. Trocknen Sie dazu die Kräuter Ihrer Wahl und vermengen Sie sie mit feinem Salz. Auch hier können Sie verschiedene Geschmacksrichtungen zusammenstellen, zum Beispiel passt Dill besonders gut zu Fischgerichten, während sich Oregano, Rosmarin und Thymian in einem mediterranen Salz gut machen. Besonders vielseitig ist eine Kombination aus Liebstöckel, Petersilie und Schnittlauch – perfekt zu Kartoffeln, Ei oder Gemüse.

    Kräutergarten, LAB
    Beilageschale blattförmig, FELDBLUMENRELIEF AUF BORD

    Kräuter richtig überwintern 

    Sie sehen: Kraut ist nicht gleich Kraut. Dementsprechend eignen sich manche Kräuter besser, andere weniger gut zum Überwintern. Verholzende Pflanzen wie Salbei, Lavendel oder Thymian schneiden Sie am besten erst um Ostern herum zurück und ernten im Herbst nicht mehr allzu viel, denn sie brauchen das Laub als Winterschutz. Andere Kräuter sind dagegen Stauden und diese werfen ihre oberirdischen Teile im Herbst ab. Minze, Zitronenmelisse oder Oregano sind solche Exemplare, die im Frühling wieder komplett neu aus dem Wurzelstock treiben. Von diesen Kräutern können Sie vor dem Winter also getrost alle Blätter ernten und trocknen – die sich dann perfekt für Tee eignen.  

    Wieder andere Kräuter sind sehr frostempfindlich. Zitronenverbene oder Basilikum haben bei Minustemperaturen keine Überlebenschance und müssen unbedingt ins Haus geholt werden. Wenn Sie sie in schöne Übertöpfe setzen und dann so hell wie möglich bei Temperaturen zwischen 10 bis 15 Grad stellen, haben Sie auch im nächsten Jahr Ihre Freude daran. Wichtig ist, dass Sie eine kleine Schale Wasser dazustellen, denn die Pflanzen benötigen eine erhöhte Luftfeuchtigkeit, woran es in unseren Winterwohnungen wegen der trockenen Heizungsluft oft mangelt. 

    Apropos: Das ist etwas, das nicht nur Ihren Pflanzen, sondern auch Ihnen gut tun wird. Denn trockene Schleimhäute erhöhen die Anfälligkeit für Infekte und erleichtern Grippeviren das Überleben. Indem Sie sich also optimal um Ihre Kräuter kümmern, tun Sie ganz nebenbei schon etwas für sich selbst – und müssen mitunter gar nicht mehr auf die Heilkraft zurückgreifen...

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