Eine harmonische Verbindung von Architektur und Landschaft: Das Relais & Châteaux Hotel Hohenhaus

    Mit großen Schritten in eine nachhaltige Zukunft: Das Hotel Hohenhaus schärft das eigene Profil und geht damit gestärkt aus der Krise. In einem interessanten Interview mit Hoteldirektor Peter Niemann erfahren Sie mehr und auch, was das Hotel Hohenhaus mit der KPM Berlin verbindet...
    Foto: Volker Renner

    Was zeichnet das Schlosshotel Hohenhaus aus?

    Für mich als Hoteldirektor sind es viele kleine Bausteine, die Hohenhaus so besonders machen. Zunächst einmal ist die Lage unseres Hauses ideal: Als Fünf-Sterne Relais & Châteaux Hotel liegen wir geografisch ziemlich genau in der Mitte Deutschlands und sind verkehrsgünstig sehr gut angebunden. Egal also, aus welcher Region des Landes man uns ansteuert, man ist relativ schnell bei uns. Aus meiner Sicht ist das ein echter Vorteil, gerade in diesen Zeiten. Darüber hinaus ist es aber der Ort selbst, der begeistert. Denn Hohenhaus ist eingebettet in eine 1600 Hektar große Natur- und Parklandschaft. Um uns herum findet man Grün soweit das Auge reicht. Wer also Erholung und Ruhe sucht, ist bei uns goldrichtig. Wer es aktiver mag, der kann die Umgebung auf einem der vielen Wanderwege oder mit dem Bike erkunden. Auch die vielen kulturellen Sehenswürdigkeiten in der Umgebung sind einen Besuch wert. Eine besonders große Rolle spielt bei uns außerdem das Thema Kulinarik. Mit den Restaurants „La Vallée Verte – Das grüne Tal“ (1 Michelin Stern), Hohenhaus Grill und dem Hohenhaus Café haben wir drei hochwertige Gastronomien, die sowohl Hotel- als auch Tagesbesucher ansprechen. Grundsätzlich legen wir bei allen drei Gastronomien viel Wert auf eine gesunde Kreislaufwirtschaft. Das bedeutet, dass wir einen Großteil unserer Lebensmittel selbst anbauen und verarbeiten.Wir ernten beispielsweise wilde Artischocken ebenso wie Obst von unserer eigenen Streuobstwiese. Wir sammeln Kräuter, Beeren, Pilze und Morcheln, lassen Getreide wie Hafer und Weizen auf unseren eigenen Böden anbauen und backen damit Brot und beziehen das gesamte Wild aus der eigenen Jagd. Außerdem stellen wir den Hohenhaus Honig her und haben uns dafür Bienenstöcke zugelegt. Sogar eine eigene Wasserquelle können wir unser eigen nennen. Alles, was wir nicht selbst anbauen können, versuchen wir von kleinen Produzenten aus der Region zu bekommen. Beispielsweise den Ziegenkäse vom Bio-Milchziegenhof Rösebach im benachbarten Ifta, die Biolandhühner & Rinder vom Nordhof der Familie Zimmermann oder unser Gemüse vom Demeter Hof Ina Tröll.

    Hoteldirektor Peter Niemann (Foto: Georg Unrau)

    In den vergangenen zwei Jahren hat sich das Hotel Hohenhaus unter Ihrer Führung neu aufgestellt und mit großen Schritten den Weg in Richtung nachhaltige Zukunft begonnen. Was genau ist bisher umgesetzt worden und was ist noch geplant?

    Wie gerade beschrieben, liegt mir das Thema „Kreislaufwirtschaft“, oder neudeutsch „Farm to table“, sehr am Herz und dafür setzte ich mich mit aller Kraft ein. Dies funktioniert bei einem solchen Betrieb wie wir ihn führen nur in kleinen Schritten und noch sind längst nicht alle Bereiche so umgesetzt, wie ich es mir vorstelle. Aber wir haben schon viel geschafft. Seit meinem Start auf Hohenhaus beziehen wir immer mehr Produkte und Lebensmittel vom eigenen Grund und Boden. Das war vor wenigen Jahren noch nicht der Fall. 

    Im Hotel Hohenhaus finden regelmäßig Veranstaltungen für die Hotelgäste statt - welche Veranstaltungen stehen demnächst ins Haus?

    Stimmt, bei uns finden auch immer wieder hochkarätige Events statt. Ebenfalls ein Baustein, der uns so besonders macht. Egal, ob Lesungen, Konzerte oder Verkostungen, bei uns ist dank prominenter Partner immer etwas los. In diesem Jahr ist aber natürlich alles etwas anders, daher geht es im Veranstaltungsbereich aktuell etwas ruhiger zu als sonst. Allerdings, und darauf freue ich mich schon sehr, werden wir vom 20. bis zum 22. November ein Champagner-Wochenende mit der Marke Laurent-Perrier anbieten. Gäste können dazu ein exklusives Arrangement buchen und sowohl ein Fünf-Gang Menü mit passender Champagner Begleitung genießen ebenso wie ein Champagner Frühstück. An den vier Adventssonntagen im Dezember werden wir außerdem ein Weihnachtsbaum-Dorf auf Hohenhaus aufbauen, eine Art Open-Air Weihnachtsmarkt, bei dem sich Aussteller mit Produkten und Handwerk aus der Region präsentieren. Und das nächste Yoga Retreat im November ist auch schon in Planung.

    Haben Sie Tipps für schöne Aktivitäten in Hotelnähe?

    Wie bereits gesagt, Naturliebhaber kommen bei uns voll auf Ihre Kosten. Hohenhaus ist umgeben von einem 30 Kilometerlangen Wandernetz und zahlreiche Mountainbike Trails führen ebenfalls direkt an uns vorbei. Und auch der 7500 Hektar große Nationalpark Hainich liegt direkt um die Ecke. Außerdem gibt es in der Region auch viel kulturelles, zum Beispiel die Wartburg und die Lutherkirche in Eisenach, dann natürlich Erfurt als Landeshauptstadt von Thüringen oder Bad Hersfeld mit seinen alljährlichen Festspielen. Ebenfalls sehenswert und nur eine gute Stunde entfernt: Die Stadt Kassel mit dem UNESCO-Weltkulturerbe Bergpark Wilhelmshöhe sowie die Gemäldegalerie im Schloss Wilhelmshöhe.

    Was schätzen Sie an KPM Berlin Porzellan? Warum haben Sie sich dafür entschieden?

    Hohenhaus ist ein Fünf-Sterne Relais & Châteaux Hotel, außerdem haben wir ein mit einem Michelin Stern ausgezeichnetes Gourmetrestaurant. Einem gewissen Maß an Qualität sind wir daher verpflichtet - dafür stehen wir und das erwarten auch unsere Gäste. Die KPM gehört zu einer der renommiertesten Porzellan-Manufakturen Deutschlands und blickt auf eine lange Geschichte zurück, ist aber dennoch immer mit der Zeit gegangen. Genau das schätzen wir und das ist der Grund, warum KPM Porzellan so gut zu uns passt!

    Grilh-traezh, Christoph Herledan – Íles de Glénan, Langustino | Mangold | fermentierter Knoblauch | bretonische Fischsuppe
    Kabeljau in Bienenwachs konfiert, Deckelwachs von Hohenhauser Bienen – Ruben Gross Demter Kohlrabi | Trüffelkartoffel | Nussbutterschaum (Fotos: Torsten Pross)

    Was ist Ihr persönliches Lieblingsstück der KPM Berlin?

    In unserem Gourmetrestaurant dem La Vallée Verte liebe ich die schlichten weißen Teller der KPM-Serie URANIA, die uns die passende Leinwand bieten, um unsere bretonischen und regionalen Ideen zu zeichnen. Dabei entstehen „Bilder" wie „Maquereau - Pointe de Brézellec“, eine Makrele, die wir mit schwarzem Rettich, bretonischen Algen und Senf servieren und die geschmacklich und optisch seit 2018 zu einem der absoluten Signature Dishes auf Hohenhaus gehört. Privat genieße ich meinen Kaffee am Morgen am liebsten aus dem KPM LAB Becher 2H. Der Becher ist durch den Mix der beiden Porzellan-Oberflächen ein echter Handschmeichler. Außerdem rutscht er nicht und überzeugt mich persönlich durch seine klare, unverwechselbare Form und die filigrane Verarbeitung.   

    Maquereau - Pointe de Brézellec – Arno Normand, Makrele | Schwarzer Rettich | bretonische Alge (Foto: Torsten Pross)
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