Matcha, Moringa und Co – Mehr als nur ein Tee-Trend

    Gesundheit ist das höchste Gut – und wir sollten etwas für sie tun. Manchen Modeerscheinungen blicken wir aber zu Recht skeptisch entgegen. Die Wirkung von Aktivkohle-Eis oder “Broccolatte”, einem mit Brokkolipulver versetzen Kaffeegetränk, sei mal dahingestellt. Anders verhält es sich da mit jahrtausendealtem Wissen über die Heilkräfte von Pflanzen. Wir zeigen Ihnen, welche Tees zu Recht einen Boom in der westlichen Welt erleben.

    Der Stresskiller: Tulsi

    In der traditionellen indischen Heilkunst Ayurveda wird das “heilige Basilikum” sehr geschätzt. Diese spezielle Sorte enthält Wirkstoffe wie Eugenol, Polyphenole und Flavanoide, die antibakteriell und entzündungshemmend wirken. Bei Erkältungen mit Fieber oder bei Entzündungen im Mund kann es die Beschwerden lindern. Außerdem wird Tulsi eine beruhigende Wirkung nachgesagt. Als sogenanntes Adaptogen hilft es dem Körper, in ungewohnten und daher stressigen Situationen zu einer inneren Balance zurückzufinden.
    Als Tee wird Tulsi nicht nur wegen seines harmonisierenden Effekts geschätzt, sondern auch, weil er mit seinem lieblichen und gleichzeitig leicht pfeffrigen Aroma besonders gut schmeckt. Für einen heilenden Aufguss können frische oder getrocknete Blätter verwendet werden, die ungefähr 10 Minuten ziehen sollten.

    Der Muntermacher: Matcha

    In Japan ist er der beste und edelste Tee: Matcha. Seine intensive grüne Farbe erhält der “Schatten-Tee” dadurch, dass die Blätter der Tencha-Pflanzen einige Wochen vor der Ernte abgedeckt werden. Durch das reduzierte Licht produzieren sie besonders viel Chlorophyll, das nicht nur für die leuchtende Farbe, sondern auch für den frischen, leicht süßlichen Geschmack verantwortlich ist.

    Bei der Zubereitung werden allerdings nicht die Blätter aufgegossen. Stattdessen vermahlt man diese zu feinem Pulver und schlägt sie in heißem Wasser auf. Dadurch nimmt man die ganzen Blätter zu sich und die Konzentration der Wirkstoffe ist besonders hoch. Dass das Tein des Grüntees verträglicher ist als Koffein, ist nichts Neues. Hinzu kommen beim Matcha-Tee aber die vielen enthaltenen Antioxidantien, welche wichtig sind, um freie Radikale im Körper zu binden. Von denen weiß man, dass sie eine Rolle bei der Entstehung von Alzheimer und Krebserkrankungen spielen. Eine medizinisch nachgewiesene Schutzwirkung des grünen Tees vor solchen Krankheiten gibt es zwar bislang nicht – schaden wird er aber keinesfalls!

    Teetasse, URBINO CANTO
    Teetasse, FELDBLUMENRELIEF AUF BORD
    Teetasse, ROCAILLE

    Die Nährstoffbombe: Moringa

    Vollgepackt mit wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen kurbeln die Blätter des Moringa-Baums den Stoffwechsel an – nicht umsonst wird er in seiner indischen Heimat auch “Baum des Lebens” genannt. Durch seine ätherischen Öle hat der Tee einen scharfen Geschmack, der gerade am Morgen den Kreislauf in Schwung bringt und seine belebende Wirkung entfaltet.

    Damit die wertvollen Nährstoffe nicht zerstört werden, sollte das Wasser nicht sieden und nur etwa 80 Grad heiß sein. Drei bis vier Teelöffel getrocknete Blätter reichen für einen Aufguss, der ungefähr 5 Minuten ziehen sollte. Der Moringa-Tee ist – mit Zitrone und Honig verfeinert – auch kalt ein Genuss. Gerade beim Sport ist er durch seine Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium und Zink ein ideales Erfrischungsgetränk, das sogar Muskelkater vorbeugen kann.

    Teekanne klein URBINO Canto
    Teekanne, FELDBLUMENRELIEF AUF BORD
    Teekanne, ROCAILLE

    Sich eine Pause gönnen

    Wenn Tees nicht nur gut schmecken, sondern auch noch gesundheitsfördernde Eigenschaften haben, ist das natürlich ein doppelter Gewinn. Aber auch ein aromatischer Früchtetee kann eine positive Wirkung haben: von der Vorbereitung bis zur Auswahl von Tasse und Kanne ist die Zubereitung ein kleines Zeremoniell, das uns eine willkommene Pause vom Alltag verschafft. Und davon können wir für unsere Gesundheit gar nicht genug haben!

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