Zur schönen Aussicht – Das Schloss Belvedere

    Im nordöstlichen Teil des Charlottenburger Schlossparks versteckt sich ein sehenswertes Kleinod: Das Schloss Belvedere. Ursprünglich wurde das dreigeschossige Gebäude als Teehaus und Aussichtsturm genutzt – woher auch sein Name herrührt: “Schöne Aussicht”. Wir verraten Ihnen, warum sich ein Ausflug dorthin lohnt!
    © SPSG / Foto: Leo Seidel

    Das Gartenschlösschen wurde 1788 nach Plänen von Carl Gotthard Langhans für den Neffen von Friedrich dem Großen errichtet, König Friedrich Wilhelm II. Der nutzte den zwischen barocken und klassizistisch Stil gehaltenen Pavillon nicht nur für kammermusikalische Privataufführungen, sondern auch für betrügerische Geisterbeschwörungen des Ordens der Gold- und Rosenkreuzer, dem der König angehörte – ganz anders als sein religionskritischer Onkel war Friedrich Wilhelm II. nämlich Spiritismus, Hellseherei und Astrologie sehr zugewandt.

    Über manche Geheimnisse, die das Belvedere beherbergt, können wir heute nur spekulieren. Andere sind dagegen von April bis Oktober zu besichtigen. Im Belvedere wird als Dauerleihgabe des Landes Berlin eine bedeutende Porzellansammlung ausgestellt. Sie können dort Porzellanobjekte aus der Produktion von Wegely und Gotzkowsky besichtigen, wobei Porzellane aus der Königlichen Porzellan-Manufaktur den Schwerpunkt bilden. Neben Tafelservices des Rokoko und des Klassizismus können Sie dort Prunkvasen mit Abbildungen königlicher Schlösser und Gärten bestaunen. Im wahrsten Sinne: eine schöne Aussicht!

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