Was Porzellan mit Einstein zu tun hat

    E = mc². Sicher kennen Sie diese Formel. Aber können Sie auch sagen, was sie genau bedeutet? Falls nicht: Keine Sorge, das geht wohl den meisten Menschen so. Bis auf das Stichwort “Relativitätstheorie” fiel uns dazu auch erstmal nicht mehr ein. Jetzt jährt sich der Todestag des Urhebers zum 64. Mal. Anlass für uns, an den wohl berühmtesten Physiker des letzten Jahrhunderts zu erinnern: Albert Einstein.

    Um die Frage nach der Formel vorab aufzuklären: Sie besagt, dass aus wenig viel entstehen kann. Das beste Beispiel dafür ist die Sonne, die ständig einen winzigen Teil ihrer Masse verliert, welche als Licht und Wärme (also Energie) das Leben auf der Erde erst möglich macht. Genauso ist Atomenergie die Umwandlung von wenig Materie in viel Energie: elektrischer Strom. 

    Alles ist relativ

    Diese Formel macht allerdings nur einen kleinen Teil von Einsteins Theorie aus. Seine wohl wichtigste Erkenntnis war die, dass Zeit und Raum nicht konstant sind, sondern relativ. Wie schnell die Zeit vergeht, hängt von der Geschwindigkeit ab, mit der man sich durch den Raum bewegt: je schneller die Bewegung, desto langsamer die Zeit. – Das klingt nicht nur sehr theoretisch, sondern ist es auch. Ein Beispiel aus dem Alltag macht es anschaulich: Unser Navi würde uns nicht so zuverlässig ans Ziel bringen, wenn es ohne Relativitätstheorie rechnen würde. Die Geschwindigkeiten der Satelliten und ihre Entfernung zur Erde ist enorm. Ohne Einsteins Entdeckung würde Google Maps vielleicht eine Stadt finden, aber keine bestimmte Adresse – seine Arbeit hat also täglich große Bedeutung für unser Leben. Hätten Sie’s gedacht?

    Die Arbeit an der der Allgemeinen Relativitätstheorie vollendete Albert Einstein 1916, als er Direktor der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft war. Begonnen hatte er damit bereits 1914 in seiner Dahlemer Wohnung in der Ehrenbergstraße 33 – und genau daran erinnert die Gedenktafel an der Hausfassade. Sie ist eine von über 500 solcher Tafeln aus der Königlichen Porzellan-Manufaktur, die seit 1985 an Berliner Orte erinnern, an denen bedeutsame Persönlichkeiten und Institutionen gelebt, gearbeitet oder gewirkt haben. Das preisgekrönte Design von Wieland Schütz ist bis heute unverändert.

    Halten Sie beim nächsten Berlin-Besuch die Augen offen! Von Brecht über Bonhoeffer bis hin zu Bowie können Ihnen unsere Tafeln in allen Stadtteilen begegnen – und wenn Sie eine finden und kurz innehalten, vergeht für einen Moment die Zeit ganz langsam!

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