KPM - Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin

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KPM
Klassische Eleganz
Klassizismus 1770-1830

Der Klassizismus orientiert sich an antiken Formen, zeichnet sich aus durch klare Umrisse und kühle Farbgebung und strebt eine ästhetische Vollkommenheit in ausgewogenen, harmonischen  Proportionen an. 

Johann Joachim Winckelmann als Begründer der klassischen Archäologie beeinflusste die Baukunst des deutschen Klassizismus nachhaltig.
Der Architekt Karl Friedrich Schinkel und die Bildhauer Johann Gottfried Schadow und Christian Daniel Rauch sind als bedeutende Vertreter der neuen Stilrichtung zu nennen. Für die KPM schufen die drei Künstler Porzellane, die in ihrer Klarheit und Formenstrenge Maßstäbe setzten.

Figürliche Porzellane wurden vorzugsweise in Biskuitporzellan (unglasiert, zweimal gebrannt) hergestellt, um dem Werkstoff Marmor möglichst ähnlich zu sein. Schönstes Beispiel ist die 1795 geschaffene Prinzessinnengruppe von J.G. Schadow,  sie stellt Luise und ihre Schwester Friederike von Mecklenburg- Strelitz dar.

Für den Herzog Peter Biron von Kurland wurde um 1790 ein vielteiliges Tafelservice im klassizistischen Stil geschaffen.

Unter dem Einfluss fortschrittlicher, politischer Reformen nach den Befreiungskriegen (1813-15) gegen Napoleon I. erstarkte das Bürgertum. Bürgerliche Salons (Rahel Varnhagen, Henriette Herz) waren Treffpunkt von Adligen, Künstlern und Bürgern mit dem gemeinsamen Ziel intellektuellen Austauschs. Dazu wurde Tee oder Kaffee in Sammeltassen gereicht, deren Dekoration für jeden Gast individuell gestaltet wurde.

1787 Luigi Boccherini wird Hofkomponist
1791 Vollendung des Brandenburger Tores (C.G. Langhans, J.G. Schadow)
1815 K.F. Schinkel entwürft Bühnenbilder zu Mozarts Oper „Die Zauberflöte“, Premiere am 18.1.1816
1829 Eröffnung des  Alten Museums am Lustgarten (K.F. Schinkel) als erster öffentlicher Museumsbau in Europa