Figürliche Porzellane wurden vorzugsweise in Biskuitporzellan (unglasiert, zweimal gebrannt) hergestellt, um dem Werkstoff Marmor möglichst ähnlich zu sein. Schönstes Beispiel ist die 1795 geschaffene Prinzessinnengruppe von J.G. Schadow, sie stellt Luise und ihre Schwester Friederike von Mecklenburg- Strelitz dar.
Für den Herzog Peter Biron von Kurland wurde um 1790 ein vielteiliges Tafelservice im klassizistischen Stil geschaffen.
Unter dem Einfluss fortschrittlicher, politischer Reformen nach den Befreiungskriegen (1813-15) gegen Napoleon I. erstarkte das Bürgertum. Bürgerliche Salons (Rahel Varnhagen, Henriette Herz) waren Treffpunkt von Adligen, Künstlern und Bürgern mit dem gemeinsamen Ziel intellektuellen Austauschs. Dazu wurde Tee oder Kaffee in Sammeltassen gereicht, deren Dekoration für jeden Gast individuell gestaltet wurde.